PROJEKT DIGIDRUM

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Moderator: happyfreddy

happyfreddy
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PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von happyfreddy » 26. Dez 2019, 16:40

Elektronische Schlagzeuge waren schon immer ein Lieblingsthema von mir, seit ich den
Artikel über das ACE TONE Schlagzeug im Heft 1 ( Mai 1970 ) von Elektor gelesen hatte.

Mehr durch Zufall an zwei Platinen des Dr Böhm Digidrum gekommen sowie an die
dazugehörigen Bauanleitungen ließen die Idee dieses Schlagzeug aufzubauen wachsen.
Die über Ebay gekauften Platinen sind die der Tonerzeugung der Schlagzeuginstrumente.
Was fehlt sind Drumpattern Erzeugung , Bedienfelder nebst Netzteil.
Die zum System gehörenden Eproms bekam ich von Bekannten, sodaß dem Projekt nichts
mehr im Wege stand. So entstand ganz nebenbei immer wenn etwas Zeit war zunächst die
für das System wichtige Grundplatine DD ... 23 . Das Layout zwar gleich doppelseitig
ausgeführt wie im Original, jedoch für den ersten Testaufbau macht man sowas mit
einseitigen Platinen und etlichen Jumpern.

Platine DD ..... 23 :

( Bilder werden durch Anklicken vergrößert )

Bestückungsseite mit den zahlreichen Jumpern
DD23_3531.JPG
(142.2 KiB) 2804-mal heruntergeladen
Lötseite
DD23_3533.JPG
(195.96 KiB) 2804-mal heruntergeladen
bestückt mit den IC Sockeln
DD23_3537.JPG
(164.79 KiB) 2804-mal heruntergeladen

Im Original befinden sich die Leiterbahnen meiner Lötseite
auf der Bestückungsseite.
Bei einer einseitigen Lösung für den Testaufbau machen sich auf
der Bestückungsseite dislozierte Leiterbahnen denkbar schlecht beim Löten.
Also einfach die Lagen vertauschen.

Bevor jetzt weiter bestückt wird, müssen alle Leitungsverbindungen
geprüft werden. Der Datenbus ist schnell geprüft mit seinen acht Leitungen.
Die Adressleitungen prüfe ich meist mit meinem " DO NOTHING EPROM ".

Dieses Eprom ist schnell mit einem IC Sockel hergestellt.
Es müssen nur alle 8 Datenleitungen mit GND verbunden sein.
DAmit wird der Code " 00 " = NOP Befehl umgesetzt , was die CPU veranlaßt
den Adresszähler um " 1 " zu erhöhen.
Somit muß hier mit OSZI an den Adresspins jeweils ein sauberes
Rechtecksignal zu sehen sein wenn alles OK .

Für die Bedienfelder werden dann zunächst alte Wersi DX 400 Bedientaster verwendet
Diese Bedienfeldplatinen werden auf Rasterplatinen per Hand verdrahtet aufgebaut.
Das geht schneller, als hier eine relativ große Platine zu routen und zu ätzen.

Urknall
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Re: PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von Urknall » 28. Dez 2019, 15:31

Klasse Doku, bitte mehr davon

happyfreddy
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Re: PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von happyfreddy » 30. Dez 2019, 23:09

Alle Leitungen zunächst gem Schaltbild auf richtige Verbindungen geprüft
Nächster Akt dann die Bedienfelder fertigen um die Grundplatine endgültig
testen zu können.
Dazu wurden nicht mehr benötigte Bedienfeldplatinen ( CB 21 / CB 22 ) einer DX 400 ihrer
Taster und IC´s beraubt. Alle Taster auf einwandfreie Funktion getestet, was bei
allen Tastern ein demontieren und mechanischem reinigen der Kontaktflächen bedeutete.
Begonnen wurde mit dem Bedienfeld der 30 Soundtaster.
Die Schieberegister IC´s ( 74 LS 164 ) sind zufällig die gleichen die auch bei Böhm Verwendung
finden, somit weiter benutzt .

Anklicken vergrößert Bild
DD23_3540.JPG
(202.79 KiB) 2769-mal heruntergeladen
DD23_3542.JPG
(132.05 KiB) 2769-mal heruntergeladen
Der Aufbau dieser Bedienfelder ist völlig unkritisch. Wichtig sind nur die Abblock
Kondensatoren 100 nF direkt an den Versorgungspannungs Anschlüssen.
+ 5V und GND wurden als blanker Schaltdraht unter dem IC Sockel gerade durchgezogen

happyfreddy
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Re: PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von happyfreddy » 7. Jan 2020, 18:28

Nach dem Tastenfeld mit den Einzeltasten der Instrumente folgt
das eigentliche Bedienteil mit Rhytmuswahltastern, Start/Stop sowie Fills und
Programmierung.
Dies wie im Original zu realisieren benötigt zuviel Platz. Also alle Taster etwas angeordnet
jedoch so daß man sich darauf noch einigermaßen zurechtfindet.

Anklicken vergrößert Bild
DD23_3544.JPG
(174.49 KiB) 2743-mal heruntergeladen
Die obere Doppelreihe entspricht der Oberen Reihe beim Original mit den
Rhytmuswahlschaltern sowie Variationstastern
Die untere Reihe rechts START/STOP , Fills,Solo Breaks und links daneben der Programmer Feld.
Der kleine rote Mikroschalter ist der Programmierschalter der im Original auf der Rückseite des
Gehäuses untergebracht ist.
Die vorderen 5 pol Stiftleisten dann für den Anschluß der Instrument Taster ( rechts ) sowie
des Begleitautomatik Bedienfeldes ( links).

Nächstes auf dem Plan nun das Netzteil. Habe noch einen Original Trafo B 29 aufgetrieben,
was die Sache vereinfacht

Nilpferd
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Re: PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von Nilpferd » 25. Okt 2020, 06:23

...so war die Böhm'sche Originalanleitung
67171_2_BA DigiDrums.pdf
(16.72 MiB) 104-mal heruntergeladen

und so was hat auch meine StarSound


und gab es damals auch für die Wersi CX1
67173_1_BA DD für Wersi CX1.pdf
(3.11 MiB) 98-mal heruntergeladen

happyfreddy
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Re: PROJEKT DIGIDRUM

Beitrag von happyfreddy » 25. Okt 2020, 11:36

Problem bei der ganzen Böhm DD Sache ist das IC 95 - ein Spezial IC seitens Böhm.
Das zu finden bedurfte schon einiger Klimmzüge sowie etwas Glück.
Ein Grund warum meine Bastelei das Jahr über etwas stockte.
Aber in den Wintermonaten gehts dann weiter.
Das verwendete Display - ein NSM 4000 - ist exakt dasselbe was auch in einem Wersi
CX 1 oder CX 2 sowie der DX 350 Alpha drin sitzt.
Kern eines solchen Displays ist ein intelligentes sehr langes Schieberegister was seinerseits
dann die LED der 7 Segment Anzeige steuert.
Meist sind nur die LEDs defekt - habe mal eins näher von innen betrachtet :) -
und mit Fingerspitzengefühl und großer Lupe kann man an die BOND-DRÄHTE eine Low Current LED
anschließen : Das Display funktioniert dann wieder.
Problem sind dann nur die Abmessungen :roll:

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