Hammond XB2/HX Flutopfer

Rund um die "Clonewheels" HX3.1 bis HX3.4 (mk4) und HOAX 2

Moderator: happyfreddy

sEIGu
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Hammond XB2/HX Flutopfer

Beitrag von sEIGu » 10. Okt 2021, 23:04

Hallo, liebe Leute.

Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an die Flurkatastrophe vor ein paar Wochen, die u.a. meine Heimatstadt Hagen schwer heimgesucht hat. Im Kriesengebiet selber lag auch ein Proberaumkeller, in dem u.a. eine komplette Elka 705 samt Liesl im Topzustand und eine Hammnd XB2 als HX-Umbau abgesoffen sind. Die 705 nebst Leslie musste leider direkt auf den Schrott. Die Hammond mit der HX wollte ich nicht aufgeben. Die Kiste wurde letztes Jahr für den Sohn des Proberauminhabers zu Weihnachten gebraucht gekauft.

Das Gerät habe ich in unten abgebildeten Zustand vorgefunden. Komplett durchspült und sedimentiert, auf den ersten Blick ein Totalschaden. Im noch angenehmen Sommer habe ich die Kiste komplett zerlegt, vor allem mit dem Benühen, die doch wertvollen XB2-HX-Umbauteile zu retten. Diese drei Teile wurden zuerst ausgebaut, gespült und mit Alkohol gereinigt. In den Folgetagen/Wochen wurde jedes Einzelteil gereinigt, hergerichtet und die Orgel nach und nach wieder in den Sollzustand gesetzt. Den HX-Teil konnte ich vorher an meiner XB2/HX testen, die Teile waren in Ordnung und ein Neuaufbau hat somit überhaupt erst Sinn gemacht. In dieser Zeit habe ich nebenbei versucht, eine weitere (im Optimalfall schon defekte) XB2 zu bekommen, die Angebote waren aber leider nicht sinnvoll.

Es war früh klar, dass Netzteil/Stromversorgung der Tortour zum Opfer gefallen sind, es lagen nirgendwo sinnvolle Spannungen an. Weder die 5V für die Hx, noch die +/-15V für das Outputboard waren vorhanden (die notwendigen +/-15V habe ich erst bemerkt, nachdem ich mit einen 5V-Netzteil die HX zum Leben gebracht hatte). Ersatz für die Spannungsversorgung sollte dann per Kleinanzeige später gelöst werden. Heute konnte ich das Interfaceboard mit neuen Klinkensteckern retten (ich brauche dringend gutes Werkzeug!), das Auslöten der Buchsen hat auf der Platine einigen Schaden angerichtet, den ich mit Drahtbrücken lösen musste. Nach Test bleiben drei Tasten tot (ja, alle Kontakte wurden gereinigt - wie gesagt, alles wurde zerlegt.), trotz Nachreinigung.

Ob diese Instandsetzung wirtschaftlich sinnvoll war, lasse ich mal dahingestellt. Fraglich wird bleiben, wie lange die Kiste überhaupt überlebt (die Tastatur auf jeden Fall nicht...) und ob nicht noch irgendwas anderes im Nachgang weggammelt. Diese Hammond wird irgendwann meine Tastatur bekommen, weil ich einen Umbau auf Fatar plane, damit sollte der größte Risikofaktor eleminiert werden. Sonst funktioniert sie Stand jetzt wieder komplett.

Dank an dieser Stelle an HappyFreddy, der mir in dieser Zeit ein Netzteil für einen Wersi StagePerformer abgenommen hat, einen (hier wahrscheinlich nicht bekannten) Teilespender aus Berlin für das Netzteil der XB2 und das Keyboard-Partner-Team, das in den Lagerbeständen nach einer schwer rettbaren Platine gesucht und eine Pauschalreparatur angeboten hat.
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paweda
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Re: Hammond XB2/HX Flutopfer

Beitrag von paweda » 11. Okt 2021, 15:01

Hallo nach Hagen,
das sieht furchtbar aus. Vielleicht solltest du hier nach Breckerfeld ziehen. Auf dem Berg lebt es sich sicherer vor Überschwemmungen. Viel Erfolg bei deinen Restaurierungen.

Paul-Werner

sEIGu
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Re: Hammond XB2/HX Flutopfer

Beitrag von sEIGu » 14. Okt 2021, 18:37

Paul-Werner, vielleicht komme ich irgendwann nach Breckerfeld zurück.

Beste Kindheit, beste Schule!

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