Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Erfahrungen und allgemeine Fragen zum HX3.5-Board und zum HX3.5 Editor

Moderator: happyfreddy

FrankHal
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Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Beitragvon FrankHal » 22. Sep 2018, 15:05

Hi Leute,

also ich bin schlichtweg begeistert, wie diese Kommunikation
zwischen Editor #5.105 und Firmware bei #5.105 funktioniert.

Man kann nun wirklich die Parameter, die nicht im Menü-Panel am
Gerät erscheinen, über den Editor in den Voices und Presets auch am
Gerät abspeichern.

Ich habe gleich einmal die Percussion-Drawbars für die Wersi/Böhm-Orgel
im Editor voll gezogen und danach das Upper Volume runter geregelt, damit
dessen Lautstärke wieder gut zu Lower und Pedal passt. Das lässt sich dann
resident in Preset und Voices auch auf dem Drawbar-Expander speichern.
Läuft absolut perfekt. Kann man sich nicht besser wünschen. Großes Lob
an Sir Carsten :D
viele Grüße
Frank
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MacKey
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Re: Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Beitragvon MacKey » 23. Sep 2018, 22:13

Kann man denn eigentlich beim originalen Vorbild auch die Lautstärke vom "Upper Manual" getrennt von "Lower Manual" und "Pedals" getrennt voneinander einstellen, bzw. ist das ein "realistisches" Vorgehen?
Gruß

Michael

happyfreddy
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Re: Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Beitragvon happyfreddy » 23. Sep 2018, 23:01

Beim Original sind alle Zugriegel einer Gruppe zusammen der Lautstärkeregler.
Einen echten Summenregler sucht man da vergebens.
In einer B 3 zB sind die 9 Zugriegel eines Satzes schwierig auf einmal zu bedienen
Die Pedalzugriegel hingegen hat man mit einer Hand noch einigermaßen im Griff sie zusammen
zu betätigen.
Bei einer H 100 wären die in den Manualen schonmal 11 Zugriegel pro Satz im OM und 10 Zugriegel im UM.
Unmöglich die auf einemal lautstärkemäßig anzuheben oder abzusenken
Der Pedalsatz jedoch dann schon 4 Zugriegel wobei man hier zwischen normal und String unterscheiden muß.
Was jedoch bei Zugriegeln immer geht ist wenige für einen WAH WAH Klangeffekt auf- und zuzuziehen.
Insider sprechen hier von " kneten der Zugriegel"

Regelrechte Summenzugriegel für solche Gruppen gab es bei Herstellern der Unterhaltungsorgel der 70er Jahre
dann schon.

Nach meiner Auffassung sind Summenregler entbehrlich. Wenn vorhanden sind sie sowieso meist voll gezogen.
Eine Lautstärke regelt man eigentlich nur mit dem Schweller und das geht problemlos schnell.
Wenn man unterschiedliche Lautstärken im OM und UM haben will regelt man das Manual was leiser sein soll
an den Zugriegeln auf niedrigere Werte ein.
Oft ist es aber auch das eigene Hörempfinden was einen dann veranlaßt einzelne Fußlagen in der Lautstärke
anzupassen. Es kommt aber auch vor , daß man eine Einstellung, die man am Vortag als super empfunden hat
am heutigen Tag als völlig mißlungen findet.
Wer viel spielt wird auch nicht nach den Zahlen von 0 - 8 auf den Zugriegeln spielen, sondern die seinem
Hörempfinden nach einstellen was von Tag zu Tag wechseln kann - je nachdem wie man halt "drauf" ist.
Hammond H 112 auf Säulen
Wersi Spectra auf Chromsäulen (+ HX 3 im Bau)
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FrankHal
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Re: Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Beitragvon FrankHal » 24. Sep 2018, 11:39

MacKey hat geschrieben:Kann man denn eigentlich beim originalen Vorbild auch die Lautstärke vom "Upper Manual" getrennt von "Lower Manual" und "Pedals" getrennt voneinander einstellen, bzw. ist das ein "realistisches" Vorgehen?

Also zu den originalen Vorbilden kann ich nichts sagen, aber natürlich zu dem, was ich bei dem Wersi/Böhm-Orgelmodell der HX3.5 feststelle.
Also der Schweller nützt natürlich schon einmal nichts, da er ja alles gleichzeitig in der Lautstärke verändert.

Gilt jetzt also nur für das Wersi/Böhm-Orgelmodell:
Wenn ich alle Percussion-Zugriegel über den Editor gezogen habe und ich die meisten Zugriegel in der "Perc/EG Mask" markiert habe, natürlich muss auch "EG enabled" sein und "EG to Perc", ist das Upper Manual also im Vergleich zum Lower Manual und Pedal sehr laut.
Die normalen Zugriegel des Upper Manuals haben darauf keinen Einfluss, die kann ich z.B. am Drawbar-Expander auf 0 setzen. Diese Zugriegel
höre ich erst und dann sehr moderat, wenn der Klang, der über die Percussion-Zugriegel erklingt, nach etlichen Sekunden ausgeklungen ist.
Die Lautstärke über die Upper-Zugriegel zu verringern, ginge also nur über die Percussion-Zugriegel, die ich ja nur am Editor verändern kann.

Dann könnte also das Procedere sein, dass ich die Percussion Zugriegel nicht voll gezogen im Preset abspeichere, sondern nur zum Teil gezogen. Dann müsste ich die Upper Lautstärke im Vergleich zu Lower und Pedal nicht mehr anpassen.
viele Grüße
Frank
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Re: Arbeiten mit Editor #5.105 bei FW #5.105

Beitragvon happyfreddy » 24. Sep 2018, 12:17

Ergänzend ist vielleicht noch anzuführen, daß es bei den Unterhaltungsorgeln der 70er Jahre
zB bei Yamaha einen Überblendregler OM - UM gab, womit man das Lautstärkeverhältnis zwischen
beiden Manualen einstellen konnte.
Solche Regler sind im Grunde die zwei Summenregler des OM und UM in einem einzigen Regler zusammengefaßt
vergleichbar mit dem Balanceregler einer HIFI Anlage.

Bei der Percussion ist es bei Hammond so, daß die Fußlage aus dem normalen Satz der Zugriegel komplett
herausgenommen ist, wenn diese auf Percussion geschaltet ist ( 2nd / 3rd )
Diese Percussionsfußlage hat dann einen eigenen VCA Verlauf mit definiertem Abklingverhalten.
Sie klingt jedoch nicht vollständig ab sondern hat nach Abklingen der Percussion immer noch eine Restlautstärke.

Ganz anders jedoch bei Unterhaltungsorgeln mit separatem Percussionszugriegelsatz.
Hier wird aus dem normalen Zugriegelsatz dann die Percussionsfußlage NICHT herausgenommen.
Da jetzt, wenn die Percussionsfußlage über den normalen ZR Satz gezogen parallel zur Percussion erklingt
muß zwangsläufig im Percussionskanal hier eine höhere Lautstärke vorhanden sein, um den Effekt einer
Percussion überhaupt zu hören. Somit hat man für die Effekt-Sektion auch einen getrennten Lautstärkeregler
Viele Hersteller sind da also dazu übergegangen hier bei zweikanaligen Modellen ( was seinerzeit die Regel war )
die Percussion einfach auf dem anderen Kanal erklingen zu lassen als die ZR Einstellung des normalen ZR Satzes.
Somit ergibt sich dabei eine Art Ping-Pong Effekt. Eine Kanalwahl was auf welchem Kanal erklingen sollte
war obendrein auch noch einstellbar ( Wersi Heliosgeneration zB )

Bei Böhm in der nT Serie war jedoch die Percussionsfußlage über die Drucktastensätze der Percussion umgeschaltet
auf den Perc Kanal - also herausgenommen.
Solche Konzepte waren jedoch von Hersteller zu Hersteller verschieden sodaß man das hier nicht verallgemeinern kann.
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