HX 3.5 und Hammond-Hardware

Rund um die "Clonewheels" HX3 und HX3.5

Moderator: happyfreddy

Vix_Noelopan
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HX 3.5 und Hammond-Hardware

Beitrag von Vix_Noelopan » 6. Jun 2020, 18:38

Hallo,

lange ging ich mit dem Projekt schwanger, doch nun ist es so weit: Gestern beinte ich eine Concorde aus und legtefolgende Komponenten beiseite:

- Beide Manuale zu je 61 Tasten plus zwölf invertiert colororierte, einrastende Tasten. Ganz wie bei den alten Konsolen, aber keine Waterfall-, sondern Diving-Board-Tasten. Alle 73 Tasten kontaktieren eine durchgängige Schiene. Auch die beiden Metallgestelle links und rechts, auf denen die Manuale mittels Scharnieren befestigt waren, sind vorhanden und werden wieder verwendet. Das ermöglich, das Gehäuse aus dünnen (16 mm) Platten zu fertigen, da diese beiden Gestelle das Gewicht des Instruments auf das Fußgestell übertragen sollen.
- Der Zugriegelsatz, bestehend aus vier Gruppen zu neun und eine Gruppe zu zwei Zugriegeln. Jede Gruppe trägt ein Widerstandsarray, die Werte habe ich allerdings noch nicht gemessen. Außerdem trägt jeder einzelne Riegel einen weiteren Widerstand ebenfalls unbekannten Werts.
- Der Kontaktkasten für die Pedalerie. Hier fehlen allerdings zwei Stößel, die ich ggf. per 3-D-Druck nachfertigen (lassen) könnte.
- Die Pedalerie. Hier sind alle Federstahl-Federn zu erneuern, da heftigst verbogen oder gar nicht mehr vorhanden.
- Der Schweller.

Es ergeben sich nun einige Fragen:

- Was benötige ich, um diese Hardware mit dem HX 3.5-Board zu verbinden?
- Wer liefert HX 3.5 und die nötigen Zusatz-Baugruppen?
- Wie breit müssen die linken und rechten Cheekblocks sein, um zusätzlich nötige Bedienelemente aufnehmen zu können?
- Welche Widerstandswerte sind zur Verbindung der neun durchgängigen Kontaktschienen in den Drawbars erforderlich? Sind das acht gleich große (zu je 120 Ohm) oder sind unterschiedliche erforderlich, um die annähernd logarithmische Einstellcharakteristik z. B. einer A-100 zu emulieren? Die Werte für Fall 2 habe ich bereits errechnet.

Beste Grüße, Uwe
Vix_Noelopan heißt im realen Leben Uwe und steht v.a. auf ProgRock.

happyfreddy
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Re: HX 3.5 und Hammond-Hardware

Beitrag von happyfreddy » 6. Jun 2020, 20:28

Hallo
MAch am besten mal Fotos von den Komponenten die wieder verwendet werden sollen
Bei Manualen ist nur die Unterseite mit den Kontakten wichtig.
Die Zugriegeleinheiten müßten nach meiner Auffassung bereits an einer Seite
Widerstandsarrays haben. Jede Gruppe hat da ein schwarzes Plastikgehäuse wie bei
den T Modellen oder B 3000 / Aurora Klasse.

Wenn eine Verriegelungsmechanik an den Presets ist diese so lassen wie sie ist.
Später müssen diese Taster dann als einrastende Schalter im HX 3 definiert werden.

Für die Abfrage der Tastaturen sind die Scan 61 INLINE Platinen erforderlich
https://shop.keyboardpartner.de/epages/ ... n61-inline

Montage wie in meinem THread Umbau einer B 200

Die Manual Seitenteile hängen von dem Gehäuse Innenmaß ab.
Hier würde ich auf der linken Seite etwas mehr Platz vorsehen als auf der rechten Seite.
Ansonsten würde ich mich da an die Innenmasse einer A 100 / B 3 / C 3 halten.
Asymmetrisch links / rechts ist von Vorteil wegen dem Display was ja auch irgendwo hin muß.

Pedal Federbleche sind aufgenietet.
Hier würde ich bei Musifix NL oder bei Davenport mal nachfragen .
Ansonsten gehen zur Not auch die Federstahlbänder von Transportkisten
Hammond H 112 auf Säulen
Wersi Spectra auf Chromsäulen (+ HX 3 im Bau)
Wersi Spectra im Prisma Gehäuse
Leslie 770
HX 3 B 3 look (mk 4 )
HX 2 auf Chromsäulen (mk 1)
HX 1 Labormuster von 2010 mit Röhrenvorstufe
WERSI HELIOS W2TV spezial + HX 3.5

Vix_Noelopan
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Re: HX 3.5 und Hammond-Hardware

Beitrag von Vix_Noelopan » 17. Jun 2020, 20:35

Danke, happyfreddy!

Ja, die Zugriegelbaugruppen sind wie von Dir beschrieben. Habe allerdings leider feststellen müssen, dass alle vier zu neun Drawbars beschädigt sind, zwei davon ganz erheblich :shock: . Das sollte ich allerdings durch Aufkleben von FR4-Platten ohne Cu-Kaschierung hinbekommen.

Ja, es ist je ein Widerstandsarray pro Gruppe vorhanden und die Zugriegel selbst tragen wie die non ratcheting drawbars je einen Widerstand. Die Werte der Arrays unterscheiden sich: Die Gruppen zu neun DBs haben größere Werte als die Gruppe fürs Pedal. Auch die Werte auf den DBs sind bei den beiden fürs Pedal kleiner. Meine Frage ist nun: Welche Abstufungen verlangt die HX 3.5-Firmware? Hammond hat unterschiedliche Werte in den Arrays, die ich gerne messen und posten
IMG-20200607-WA0006.jpeg
20200605_130433_kl.jpg
kann. Ist das kompatibel zu HX 3.5 oder benötigt man stattdessen gleiche Stufen (lineare Charakteristik)?

Ok, ich weiß nun, dass ich neben HX 3.5 zwei (?) Scan61-Einheit(en) benötige. Wie werden die Pedalkontakte erfasst? Und worauf sitzt das Display? Ist diese Einheit bei der HX-Platine dabei? Wie werden die Presets angeschlossen? Es wäre kaum etwas ärgerlicher, als wenn ich mehrfach bestellen müsste.

Beste Grüße, Uwe

Edit: Die Widerstandswerte der Arrays an den Concorde-Zugriegelsätzen sind hier auf Seite 16 zu entnehmen: https://archive.org/stream/23001/2300-2 ... 5/mode/2up
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Christian
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Re: HX 3.5 und Hammond-Hardware

Beitrag von Christian » 26. Jun 2020, 14:25

Hallo Uwe,

das HX3-System ist ziemlich vollständig dokumentiert. Ich möchte dir raten, dich vor einer Bestellung intensiv einzulesen. Auf http://wiki.keyboardpartner.de/index.ph ... _(deutsch) findest du so ziemlich alle Fragen beantwortet, insbesondere in dem verlinkten Mainboard Installation Manual (allerdings englisch).

Für die Drawbar-Potis verwenden wir 10k lin. Der Widerstandswert ist unkritisch, aber die Charakteristik muss linear sein. Für das Pedal gibt es das Scan-Board Bass25 (wahlweise MIDI). Das Menüpanel ist eine separate Einheit. Für die Preset-Tasten gibt es das Preset12-2-Board.

Schöne Grüße
Christian

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