Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUXE

Rund um die "Clonewheels" HX3 und HX3.5

Moderator: happyfreddy

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Höllge
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Höllge » 12. Jun 2014, 21:28

Wow, sehr genial, André!

Das würde ich mit meiner XB2 auch machen, bloß habe ich keinen Werkstattkeller, und (noch schlimmer) zwei linke Hände.

Das Furnier macht sicher auch ein lokaler Tischler, aber die Tasten-Auffrischung würde ich bestimmt selbst hinbekommen. Kannst du uns sagen, welche Parts genau du benutzt hast (Gummischlauch und Gewichte)? Und welche Art von Kleber hast du verwendet?

Gruß,
Helge
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happyfreddy
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von happyfreddy » 12. Jun 2014, 22:18

hi,
Tolle Arbeit, weiter so !

Furnieren ist eine Sache, besagte Teile kann man sich jedoch auch aus Massiv Holz fertigen lassen,
sofern man über keine Fräse verfügt.
Gerade solche Rundungen an Stirnseiten verlangen gute Arbeit beim furnieren.
Mit Bügelfurnier kommt man da sehr schnell an die Grenzen
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Onkelmaus » 12. Jun 2014, 23:17

Hi!

DANKE erstmal für die Resonanz! :-)

Das mit den fehlenden Wheels ist sicher schade für die Verwendung als Tastatur für einen Expander. Daß es so eine Platine wie bei Doepfer gibt, wußte ich gar nicht. Das wär doch mal eine Option. Nur muß ich mir dann ein neues Plätzchen für die Wheels suchen.... Hmmmm....

Das Furnieren ist aber gar kein Problem, einfach alle Klebereste (vor allem von den Seitenteilen!) entfernen mit Schmirgelpapier, dann das grob zugeschnittene Furnier mit einem Zahn- oder Glättspachtel mit Weißleim einstreichen und anpressen. Das passiert am Besten mit Schraubzwingen und passenden Brettchen oder Leisten. Die Rundungen sind ganz gut mit festem Schaumgummi anzupressen. Das war gar nicht so kompliziert, ich habe solche Rundungen noch nie furniert, hat aber auf Anhieb geklappt.
Durch die Verwendung von Weißleim ist es nicht unbedingt nötig, so 100% perfekt zu pressen, anders als bei Verwendung von Kontaktkleber, da habe ich mal sehr schlechte Erfahrungen mit gemacht. Mit Weißleim aufgebrachtes Furnier hält auch besser als Bügelfurnier, so meine Erfahrung. Wer sich nicht traut, kann sicher sie teure Variante mit dem Tischler wählen...

Die benutzten Silikonschläuche habe ich von einem Anbieter (onlineverbinder-de: http://www.ebay.de/itm/321124083495 -- hier kann man die verschiedenen Durchmesser direkt anwählen) als Meterware aus der ebucht gekauft. Ich hatte mehrere Abmessungen geordert, benutzt habe ich dann 2 verschiedene. Einmal mit 6mm außen und 5mm innen, und einmal mit 5mm außen und 4mm innen, die Wandstärke beträgt jeweils 0,5mm. Dicker funktioniert nicht, dann klemmt´s vorne und hinten. (HINWEIS: Ich habe mit dem Verkäufer nichts zu tun, das soll keine Schleichwerbung sein sondern nur der Hinweis auf die verwendeten Teile)

Hier auch noch eine Ansicht des Orgelgehäuses während des Furnierpressens, wie man sieht ist das KEIN High-tech, sondern alles sehr rustikal. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen, also: NUR MUT!!!!! ;-)
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Onkelmaus » 12. Jun 2014, 23:30

Zu den Gewichten:

Das sind ganz normale Standard- Klebegewichte die ich ebenfalls in der Bucht gekauft habe. Die sind immer in Riegeln zu 4x10g und 4x5g

Hier ein Beispiel für die von mir benutzten Gewichte, die passende Anzahl bitte berücksichtigen:
http://www.ebay.de/itm/Blei-Gewicht-Kle ... 1e61688f69

Die Gewichte sind selbstklebend, ich habe lediglich die Klebestelle unter der Taste mit Aceton gereinigt (ACHTUNG: Aceton greift den Kunststoff an, das ist für die Klebestelle gewünscht, für alle anderen Stellen der Tasten eher nicht....)

Da der Kleber der Gewichte auch 250 km/h und Salzwasserangriffe übersteht, sollte er auch in den Tasten seinen Dienst tun...

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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Onkelmaus » 13. Jun 2014, 18:32

Nochwas als kleine Hilfestellung für die angehenden Selbermacher:

Die Silikonschläuche mit 6mm Außendurchmesser habe ich verwendet für die Blechlaschen und für die Anschlagshaken der weißen Tasten. Die 5mm Schläuche waren dann für die Anschläge der schwarzen Tasten. Demnach reichen 2m für den 6mm Schlauch aus, für den 5mm Schlauch reicht 1m.
Weil einige Tasten aneinander "bremsten", hatte ich als Gleitmittel Silikonfett ausprobiert. Der Versuch war aber wirklich kläglich gescheitert, darum dann das Talkumpuder.

Grüssle
André

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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Höllge » 16. Jun 2014, 13:14

Hallo André,

toll, danke sehr! Werde ich auf jeden Fall machen! Denke mal, dass sich das echt lohnt.

Gruß,
Helge
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Onkelmaus » 26. Jun 2014, 21:13

Hallo HX3- Gemeinde!

Der Beitrag von Organuts bezüglich der Doepfer- Spielhilfenplatine hat mir keine Ruhe gelassen. So wie ich das verstanden habe, müssen die MIDI Buchsen in und out mit der (in diesem Falle) HX3 Platine verbunden werden. Dann sind die MID- Buchsen aber belegt - schade.... Oder kann man die MIDI- Verbindung direkt an der/den Platinen anlöten, praktisch dann parallel zu den weiteren angeschlossenen MIDI- Geräten? Wer kennt sich aus damit?
Ich selber stecke in dieser Art Elektronik nicht so drin, ich entwickle hobbymäßig nur "grobere" Elektronik: Frequenzweichen und die dazugehörigen Lautsprechersysteme.
Und nochwas: Könnte man die XB2- Wheels weiterverwenden?
Da ich ja gerade am Aufbau der ganzen Geschichte bin, überlege ich die Spielhilfenplatine von vornherein mit vorzusehen, inklusive der notwendigen mechanischen Arbeiten.... (sägesäge...)

Grüße
vom BastelAndré

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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von happyfreddy » 26. Jun 2014, 22:50

hi
Also zwei Midi Geräte an einem Midi Out anschließen geht nicht
MIDI ist eine Stromschleife an deren Ende im Empfänger eine Leuchtdiode sitzt.
Ich hatte hier einen Thread gemacht mit Zeichnungen wo es um MIDI ging, zb wie man einen " Verteiler" konzipiert ua
Wenn Du zwei Empfänger bedienen willst benötigst Du im Grunde eine MIDI THRU BOX.

Die Wheels des XB2 können nicht verwendet werden. Diese Option wird auch nicht verfolgt weil systembedingt unsinnig
Der HX 3 ist ein Abbild der Hammond B3 mit 91 Tonewheels. Eine solche Hammond ist weder transponierbar noch verfügt sie über ein Pitchwheel.
Würde man an den HX 3 ein solches Wheel "machbar " anschließen könnte ein Pitch nur in dem Bereich der erzeugten Töne stattfinden
Der Pitch würde auch nicht kontinuierlich verlaufen sondern abgehackt in der Reihenfolge der ständig verfügbaren Töne.
Der HX 3 basiert nicht auf Samples die man umrechnen könnte, der HX 3 erzeigt nur die virtuell vonhandenen 91 Tonewheels mit ihrer FESTEN Frequenz.
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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Onkelmaus » 27. Jun 2014, 06:00

Hallo und guten Morgen,

ist schon klar daß die Verwendung der Wheels speziell für die HX3 Platine keinen Sinn macht, das ist auch gar nicht mein Ziel.
Ich dachte da eher an folgendes: Über die MIDI- out Buchse der HX3 Platine könnte man doch einen separaten Tonerzeuger, in meinem Falle z.B. den YAMAHA MU2000 anschließen. Für eine Proben- bzw. Sessionsituation wäre es eine schnelle und einfache Lösung, die HX3 plus MU2000 mitzunehmen. Für Pianosounds finde ich ein Sustainpedal unverzichtbar, für Synthi- Sounds finde ich die Wheels sehr sinnvoll (z.B. Filterfunktion auf Mod- Wheel gelegt). Dafür habe ich überlegt, die Doepfer Wheelelektronik einzubauen, da wäre das doch sicher mit möglich. Darum bezog sich meine Frage auf die Weiterverwendung der Wheels auch darauf, ob die theoretisch an die Doepfer- Elektronik anschließbar wären.

Grüße
André

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Re: Hobbythek mit André: Wir basteln uns eine HX3-XB2 DE LUX

Beitrag von Organuts » 27. Jun 2014, 10:20

happyfreddy hat geschrieben: hi
Also zwei Midi Geräte an einem Midi Out anschließen geht nicht
Natürlich geht das, wenn eines der beiden Midi-Geräte einen Midi Thru Anschluss hat.

happyfreddy hat geschrieben:Die Wheels des XB2 können nicht verwendet werden. Diese Option wird auch nicht verfolgt weil systembedingt unsinnig.
Warum soll das unsinning sein, wenn man als Keyboarder von der XB2 Tastatur aus einen weiteren Midi Expander ansteuern will?
happyfreddy hat geschrieben:Der HX 3 ist ein Abbild der Hammond B3 mit 91 Tonewheels. Eine solche Hammond ist weder transponierbar noch verfügt sie über ein Pitchwheel.
Würde man an den HX 3 ein solches Wheel "machbar " anschließen könnte ein Pitch nur in dem Bereich der erzeugten Töne stattfinden
Der Pitch würde auch nicht kontinuierlich verlaufen sondern abgehackt in der Reihenfolge der ständig verfügbaren Töne.
Der HX 3 basiert nicht auf Samples die man umrechnen könnte, der HX 3 erzeigt nur die virtuell vonhandenen 91 Tonewheels mit ihrer FESTEN Frequenz.
Es geht ja nicht darum, per Pitch und Mod Wheel den HX3 Sound zu beeinflussen, sondern die Wheels für die Ansteuerung eines externen Klangerzeugers nutzen zu können. That's it.
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